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Der Urvogel Archaeopteryx

Archäopteryx - 6. Urvogel - Ausgestellt im Museum Solnhofen
Urvogel Archaeopteryx

Friedrich Müller entdeckte den sechsten Urvogel erst 1987 bei der Bearbeitung von drei Platten. Dr. Peter Wellnhofer von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historischen Geologie in München bestätigte, dass es sich tatsächlich um einen Archaeopteryx handelt. Bekannt geworden ist Solnhofen vor allem durch den Fund eines versteinerten Urvogels 1861, dem ein Jahr zuvor der Fund einer einzelnen Feder vorausging. Diese "alte Feder" gab dem Urvogel auch den wissenschaftlichen Namen. Durch den ersten Archaeopteryx - das Original gelangte in das Britische Museum für Naturgeschichte -, konnte die Existenz der Vogelwelt zur Jurazeit belegt werden. Außerdem wird die Abkunft von den Sauriern (Theropoden) und zwar den Coelurosauriern deutlich: An den Fluggelenken befinden sich Greifhände, im Maul Zähne und die Wirbelsäule verläuft bis in die Schwanzfeder, saurierartiger Schultergürtel und Becken.


Einen zweiten Archaeopteryx-Fund machte man 1877. Bei diesem sehr gut erhaltenen Exemplar sind Federkleid und Schwanzfeder deutlich erkennbar. Unter der Bezeichnung "Archaeopteryx siemensi" ist es im Museum für Naturkunde an der Humboldt-Universität Berlin ausgestellt. Werner von Siemens hatte damals 20 000 Goldmark zur Verfügung gestellt, um das wertvolle Fossil der deutschen Wissenschaft zu erhalten. Von den beiden genannten Exemplaren hängen Abdrücke hier im Solnhofer Museum.


In den fünfziger Jahren entdeckte man das Urvogel-Exemplar, das heute im Eichstätter Jura-Museum auf der Willibaldsburg zu besichtigen ist, sowie ein weiteres, nun in Privatbesitz befindliches. Archaeopteryx2


Erst 1970 wurde erkannt, das es sich bei einem schon 1855 gefundenen Fossil ebenfalls um einen Archaeopteryx handelt; dieses Exemplar ist im Teyler-Museum im niederländischen Haarlem.


Die Echtheit der Urvogel-Versteinerungen wurde immer wieder angezweifelt. Untersuchungen der Erlanger Forschungsstelle für Interdisziplinäre Paläontologie ergaben 1988 jedoch, dass das (im Gestein eingebettete) Skelett eindeutige Vogelmerkmale besitzt und der Urvogel auch tatsächlich fliegen konnte.

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